Presseberichte

Schladens Jugend beacht in Schöningen auch bei Regen (Anzeigenblatt 17.08.17)

Schladens Jugend beacht in Schöningen auch bei Regen

Am vergangenen Samstag sind die Handball-Mannschaften der weiblichen und männlichen C-Jugend des MTV Jahn Schladen gemeinsam zum Beachturnier nach Schöningen gefahren. Die neu gegründete HG Elm veranstaltete dort mit dem lokalen Marktkauf den ersten Marktkauf-Beachcup. Dazu wurde extra Sand auf den Parkplatz geliefert, damit dort von Freitag bis Samstagabend Beachhandball gespielt und auch präsentiert werden konnte. Für das leibliche Wohl wurde ebenfalls ordentlich gesorgt und ein DJ sorgte für die musikalische Unterhaltung.

Gespielt wurde ohne eine Platzierung in einer Tabelle vorzunehmen, so stand alleine der Spaß im Vordergrund. Dies kam den beiden Schladener Teams entgegen, da man bisher noch keine Erfahrung mit Beachhandball gemacht hatte. Somit galt es für alle Spieler sich an den neuen Untergrund erst einmal zu gewöhnen. Bewegungen die in der Halle automatisiert bei den Spielern ablaufen, konnten so nicht mehr auf dem Sand umgesetzt werden. Es galt also ein neues Spiel mit neuen Bewegungen kennen zu lernen.

Vor Spielbeginn hatten die beiden Mannschaftsverantwortlichen und auch die beiden Teams noch jeweils eine wichtige Entscheidung zu treffen. Die beiden Mannschaftsverantwortlichen Marcus Wöltje und Thorben Warneke mussten die Mannschaften einteilen. Da wir neun Mädchen und sieben Jungs hatten, haben wir uns entscheiden nicht nach Leistungsstand der Spieler die Mannschaften einzuteilen, sondern nach Geburtsjahrgang. Wir traten also mit einer älteren und einer jüngeren Mannschaft an. Da die Älteren die Trikots der männlichen Jugend getragen haben, viel hier der Mannschaftsname auf „Grüne Löwen“. Die jüngere Mannschaft hat sich die „Schlabeacher“ genannt.

In den Spielen sah sich die Abwehr einer permanenten Unterzahlsituation ausgeliefert, während man im Angriff mit dem im Spielfeld aktiv werdenden Torwart, eine Überzahlsituation ausnutzen konnte. Torwart-Tore zählen zudem doppelt. Das Angriffsspiel klingt leichter als es auf dem Sand zu spielen ist. Mangels der Möglichkeit zu prellen standen unsere Spieler meist noch fest auf ihren Positionen, viel zu selten wurden Wurftäuschen oder ein einfaches Kreuzen angewandt, um einen Abwehrspieler zu entkommen. Mit Spiel zu Spiel wurde man jedoch immer mehr vertrauter mit den Regeln und so nahm auch das Selbstbewusstsein der Spieler zu. Es gelangen sehenswerte Einzelaktionen und auch durch das Zusammenspiel führte zu Toren. Sehenswert waren dann auch die Versuche ein Tor nach einer Pirouette zu erzielen. Die Versuche waren selten, aber gerade das machte sie sehenswert. Leider waren die Versuche noch nicht von Erfolg gekrönt, toll war es aber, dass sich die Spieler den Mut genommen und es versucht haben.

Sehr spannend wurde es jedes Mal, wenn ein Spiel mit einem Unentschieden ausging. Dann stand das Penalty-Werfen an. Das ist das Pendant zur Eishockey-Variante. Der Torwart spielt also einen langen Pass zum sprintenden Feldspieler, ohne das der Ball den Boden berührt, muss er diesen im Tor versenken, wobei Trickwürfe wie Pirouette oder Kempa doppelt zählten. Insgesamt dreimal durften unsere Teams im Penalty-Werfen die Entscheidung herbei führen, konnten allerdings nur eines für sich entscheiden.

Von Jungs und Mädchen gab es durchweg nur positives Feedback zum Beachhandball und man freut sich schon auf das nächste Turnier. Besonders erwähnenswert ist, dass man sich nicht vom einsetzenden Regen den Spaß nehmen ließ und alle das Beste daraus machten. Die zahlreich mitgefahrenen Eltern unterstützten die Teams lautstark und hatten ebenfalls sichtlich Spaß an der Veranstaltung und waren sich einig, dass sich der Nachmittag gelohnt hatte. Zum Schluss des Tages gab es von den Veranstaltern für jedes Team zur Belohnung noch etwas Süßes. M.W.